die verwandlung

Ein Kammer-Spiel nach der Erzählung von Franz Kafka

Kaum ein Autor hat so viel Anlass zu Interpretationen, Mutmaßungen und Inspirationen gegeben wie Franz Kafka. Er hat Befindlichkeiten, die wir alle kennen und mit denen wir doch allein sind, beschrieben, ohne ihnen ihre Rätselhaftigkeit zu nehmen. Kafkaesk war die Welt bestimmt auch schon vor Kafka.

"Die Verwandlung“ ist eine der berühmtesten Erzählungen der Literatur des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte des Gregor Samsa, der als Käfer erwacht, ist so einfach wie rätselhaft, so konsequent wie erschreckend. Diese Erzählung ins Theater zu bringen kann nicht bedeuten, sie zu illustrieren, zu dramatisieren oder zu zeigen, was erzählt wird (Kafka wollte ausdrücklich keine Darstellung

des Käfers), sondern es kann nur heißen, dem Text einen Raum zu

geben, in dem er sich entfalten kann, und den Zuschauern eine Zeit, in der sie zuhören können.

 

Yoko Tawada schrieb nach einem Vorstellungsbesuch: „Die Verwandlung hat mir gut gefallen. Danke! Das Stück war selbst wie ein Insekt, dessen Körper aus Traumbildern besteht. Die

Gelenke wurden nicht verleugnet.“

Und der anomyme writer in residence der Werkstatt-Tage in Leipzig:

„Dies war eine meiner Lieblings-Vorstellungen. Zuerst hatte ich das

Gefühl, dass wir uns ein Hörspiel anhören werden. Wir Zuschauer saßen in diesem schönen, bedrückenden schwarzen Raum zwischen den vielen Messing-Klinken. Während wir gemeinsam mit Gregor Samsa diesen Albtraum durchlebt haben, hatte die große Vielfalt der Effekte und der schauspielerischen Mittel eine befreiende und erfreuliche Wirkung auf mich. Ich habe eine richtige Katharsis erlebt. Dank eines großen Schriftstellers, einer fantasievollen Regisseurin und zwei wunderbarer Schauspieler.“


Regie: Elisabeth Bohde

Es spielen: Uwe Schade, Torsten Schütte

Premiere: September 2004

24./ 25./ 26. Februar3./ 4./ 5./ 10./ 11. März, 20 Uhr12. März, 20 Uhr — letzte Aufführung

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Die Verwandlung Kritik
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