In ihrem Solostück „Allein mit Ophelia“ setzt sich Elisabeth
Bohde aus eigener Betroffenheit mit der Situation alleinerziehender Mütter auseinander, dem Gefangensein in der eigenen Erziehung und Prägung, dem Druck, eine gute Mutter sein zu wollen, der Nähe und Enge zwischen Mutter und Tochter, der Einsamkeit, dem Widerspruch, Beruf und Mutter sein zu vereinbaren.
Das Theaterstück verbindet zwei verschiedene Ebenen und
Stile. Einerseits gibt es die realistische, leicht parodistische Figur Doris, eine alternde Schauspielern, die ihrer Tochter Marlene wortreich und unentwegt essend am Telefon vorjammert, wie schwer sie es hat, zum anderen leuchten Szenen und Bewegungsbilder mit einer Puppe und einer Bettdecke Abgründe aus und geben den Zuschauer/Innen Raum für eigene Assoziationen. legen Zeugnis ab, führen ihre Reife vor, träumen von besseren