Spiel­plan 26/02

Wasser ist das Element des Lebens. Wir selbst bestehen zum größten Teil aus Wasser. Wasser ist Grundlage der Landwirtschaft, unserer Ernährung. Im Wasser hat das Leben angefangen.

Lie­be Zuschauer*innen,

Was­ser ist das Ele­ment des Lebens. Wir selbst bestehen zum größ­ten Teil aus Was­ser. Was­ser ist Grund­la­ge der Land­wirt­schaft, unse­rer Ernäh­rung. Im Was­ser hat das Leben ange­fan­gen.

Das Was­ser ist in einem ewi­gen Kreis­lauf, aber die Men­ge des auf der Erde vor­han­de­nen Was­sers bleibt gleich. Es ist nur die Fra­ge, ob es gefro­ren, flüs­sig oder gas­för­mig ist, schmut­zig oder sau­ber, sal­zig oder süß. Die Wachs­tums­lo­gik macht hier gar kei­nen Sinn, son­dern gefähr­det das Was­ser und damit die Grund­la­ge unse­res Lebens. Wir
ver­ste­hen nicht, wie gleich­zei­tig zu immer mehr Extrem­wet­ter und Über­schwem­mun­gen der Erhalt die­ses Kreis­laufs aus der öffent­li­chen Mei­nung und der Poli­tik ver­schwin­den kön­nen, obwohl die Fol­gen gera­de erleb­bar wer­den.

Wir ver­ste­hen nicht, wie wie­der Wirt­schafts­wachs­tum als Lösung in einer Welt im Kreis­lauf gese­hen wer­den kann. Wir ver­ste­hen nicht, wie wir gleich­zei­tig die­ses Ele­ment unse­res Lebens zer­stö­ren kön­nen und trotz­dem alle in den Feri­en ans Meer wol­len. Des­halb könn­te das Mot­to auch sein: Vom Was­ser Kreis­lauf ler­nen.

Aber nicht nur der Kreis­lauf des Was­sers ist in Unord­nung gera­ten – auch das Geld scheint nicht zu zir­ku­lie­ren, son­dern von unten nach oben zu flie­ßen: die Ver­tei­lung von Reich­tum wird immer unge­rech­ter. Und wenn Kunst ein Grund­nah­rungs­mit­tel ist (was wir natür­lich mei­nen), dann wol­len wir nie­man­den durch den Preis aus­schlie­ßen und stel­len unser soli­da­ri­sches Preis­sys­tem noch brei­ter auf: Wir füh­ren eine Kar­te für 6,– für die ein, die es sich sonst nicht leis­ten könn­ten. Die­se gibt es aus­schließ­lich an der Abend­kas­se. Das wie­der­um kön­nen wir uns nur leis­ten, wenn es auch Men­schen gibt, die bereit sind, 24,– oder 30,– zu zah­len und so die Ver­güns­ti­gun­gen für die ande­ren auf­fan­gen. Auch das Geld soll doch flie­ßen, mit der Schwer­kraft von oben nach unten und nicht mit dem Neo­li­be­ra­lis­mus von unten nach oben.

Eli­sa­beth Boh­de