SPUCKEN WIR AUF HEGEL!

09. und 10. Okto­ber, 20 Uhr

„Wir haben 4000 Jah­re lang zuge­schaut, jetzt haben wir es gese­hen.“

Mit dem Mani­fest der ita­lie­ni­schen Femi­nis­tin Car­la Lon­zi fra­gen Lea Bar­let­ti und Wer­ner Waas: Was ist Gleich­be­rech­ti­gung inner­halb einer patri­ar­cha­len Welt?
In vier Gesprä­chen dis­ku­tier­te die der­zeit nicht nur in Ita­li­en wie­der­ent­deck­te Vor­den­ke­rin des phi­lo­so­phi­schen Femi­nis­mus mit ihrem Part­ner, dem Bild­hau­er Pie­tro Con­s­agra über Kunst, Lie­be, Gleich­heit und Macht­ver­hält­nis­se. Es geht um die Rol­le der Frau, um die Idea­li­sie­rung des (männ­li­chen) Genies und um das Bedürf­nis nach Bewun­de­rung. Die erin­nern­de Per­for­mance bringt revo­lu­tio­nä­re Tex­te der 1970er Jah­re mit Brie­fen, Träu­men und Gedich­ten in Dia­log. „Die Geschich­te ist das Resul­tat patri­ar­cha­ler Aktio­nen.“

Ihre Rei­se durch fünf Jahr­zehn­te Femi­nis­mus, Phi­lo­so­phie, Reli­gi­on, Fami­lie und Mar­xis­mus ist ein immer noch hoch­ak­tu­el­ler Pro­zess der Selbst­be­wusst­wer­dung. Lie­der, Musik, Gesprä­che, Essen, Trin­ken und Pau­sen struk­tu­rie­ren das gemein­sa­me Nach­den­ken. Das Publi­kum erwar­tet kei­ne fer­ti­ge Erzäh­lung; es sitzt im sel­ben Denk­raum – auf den Spu­ren von Car­la Lon­zi und all der ande­ren Frau­en, die dem Wahn­sinn patri­ar­cha­ler Macht­aus­übung etwas ent­ge­gen­setz­ten.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: Bar­let­ti / Waas

Idee, Regie, Spiel: Lea Bar­let­ti, Wer­ner Waas
Musik: Marei­ke Hube, Harald Wiss­ler

Über

Bar­let­ti / Waas sind Lea Bar­let­ti und Wer­ner Waas. Ihre künst­le­ri­sche Zusam­men­ar­beit begann in den 90er Jah­ren in Rom, führ­te über Mün­chen und Lec­ce nach Ber­lin. Sie haben eine Viel­zahl von Thea­ter­ar­bei­ten rea­li­siert, ein Dra­ma­ti­ke­rin­nen-Forum gegrün­det, das mehr­jäh­ri­ge Expe­ri­men­tier­fes­ti­val K‑Now ent­wi­ckelt und den Thea­ter­be­reich des süd­ita­lie­ni­schen Kul­tur­zen­trums Manif­at­tu­re Knos mit­auf­ge­baut und gelei­tet. Sie haben zahl­rei­che Stü­cke über­setzt, inter­na­tio­na­le Koope­ra­tio­nen initi­iert und mit Künst­le­rin­nen aus ganz Euro­pa und dar­über hin­aus zusam­men­ge­ar­bei­tet.