Memo­kra­tie. Sozia­le Medi­en und auto­ri­tä­re Bild­po­li­tik + Tschüss, Tech-Mil­li­ar­dä­re!

In Koope­ra­ti­on mit Tiger­berg e.V. und Cha­os Com­pu­ter Club Flens­burg
17. Okto­ber (mit Ticket) + 18. Okto­ber (kos­ten­frei)

An die­sem Wochen­en­de laden wir erst zu einem Vor­trag, der uns die Gefah­ren der zuneh­men­den Macht von Social-Media-Platt­for­men und rech­ter Poli­tik vor Augen führt, und tref­fen uns dann zu einem Work­shop, der ver­sucht, gemein­sam kon­kre­te Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln. Es macht Sinn, bei­des zu ver­bin­den, aber bei­de Ver­an­stal­tun­gen funk­tio­nie­ren auch für sich.

Memo­kra­tie. Sozia­le Medi­en und auto­ri­tä­re Bild­po­li­tik

Wolf­gang Ull­rich

17. Okto­ber, 19 Uhr - Vor­trag und Gespräch

Regie­rungs­be­hör­den ver­brei­ten KI-Bil­der von migran­ten­fres­sen­den Alli­ga­to­ren, Trol­le flu­ten das Netz mit zyni­schen Memes wie Trump als Immo­bi­li­en­mo­gul in »Gaza-Rivie­ra«: Steu­ern wir auf eine Memo­kra­tie zu, in der auto­ri­tä­re Poli­tik über Inter­net­hu­mor baga­tel­li­siert und zugleich durch­ge­setzt wird? Memes in den Sozia­len Medi­en sind meist pro­vo­kant, lus­tig durch Grenz­ver­let­zung, so impro­vi­siert wie prä­gnant, über­spitzt und oft vor­ur­teils­be­la­den. Wolf­gang Ull­rich dia­gnos­ti­ziert eine neue illi­be­ra­le Regie­rungs­form: die Memo­kra­tie. In ihr herrscht, wer die Platt­for­men domi­niert – oder gleich besitzt. Anhand zahl­rei­cher Bei­spie­le unter­sucht er Stra­te­gien auto­ri­tä­rer Bild­po­li­tik in den USA, aber auch bei euro­päi­schen Iden­ti­tä­ren oder in Chi­na. Und Ull­rich ana­ly­siert, war­um es demo­kra­ti­schen Kräf­ten so schwer­fällt, die­sem ent­hemm­ten Bild­ge­brauch etwas ent­ge­gen­zu­set­zen.

Über

Wolf­gang Ull­rich, gebo­ren 1967 in Mün­chen, lebt als Kul­tur­wis­sen­schaft­ler und frei­er Autor in Leip­zig, war davor Pro­fes­sor für Kunst­wis­sen­schaft und Medi­en­theo­rie an der Staat­li­chen Hoch­schu­le für Gestal­tung Karls­ru­he. Zahl­rei­che Publi­ka­tio­nen, ins­be­son­de­re zur Geschich­te und Kri­tik des Kunst­be­griffs, zu bild­so­zio­lo­gi­schen The­men sowie zu Kon­sum­theo­rie. Er ist Mit­her­aus­ge­ber der Rei­he „Digi­ta­le Bild­kul­tu­ren“ im Ver­lag Klaus Wagen­bach.

Tschüss, Tech-Mil­li­ar­dä­re!

Cha­os Com­pu­ter Club Flens­burg, Tiger­berg e.V., Thea­ter­werk­statt Pil­ken­ta­fel

18. Okto­ber, 11:00–14:00 Uhr - Work­shop — Kos­ten­frei
mit einer Kaf­fee­pau­se. Gern was zum Tei­len mit­neh­men.

Dass X, Face­book, Insta­gram und Tik­Tok nicht nur wegen der Inhal­te, die dort ver­brei­tet wer­den, son­dern auch wegen der Struk­tu­ren, die dahin­ter­ste­hen, ein Pro­blem sind, wis­sen wir. War­um über­las­sen wir dann unse­re Daten den oft rechts­ra­di­ka­len Tech-Mil­li­ar­dä­ren und erlau­ben ihnen, damit Geld zu ver­die­nen? Also ist es Zeit, zu gehen oder zumin­dest Alter­na­ti­ven zu suchen!

Tech­nisch brauch­ba­re Alter­na­ti­ven wie Mast­o­don sind da! Wir müs­sen uns nur umge­wöh­nen und aus­rei­chend vie­le sein, damit die­se neu­en Orte attrak­tiv sind. Wir wäre es, wenn mög­lichst vie­le kul­tu­rel­le, poli­ti­sche und zivil­ge­sell­schaft­li­che Initia­ti­ven und Insti­tu­tio­nen zusam­men beschlie­ßen, das in unse­rer Regi­on zu ändern?

Und was, wenn das „Publi­kum“ auch mit­kommt!
In die­sem Work­shop hören wir Erfah­run­gen und Insti­tu­tio­nen, die die­sen Weg gegan­gen sind, der Cha­os Com­pu­ter Club gibt einen Ein­blick in die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen und Wolf­gang Ull­rich beglei­tet das Gespräch und ord­net ein. Wir wol­len mit die­sem Tref­fen einen ers­ten Schritt gehen und ver­ab­re­den, wie ein wei­te­rer gemein­sam Weg aus­se­hen kann.

Mehr Infor­ma­tio­nen zu: Cha­os Com­pu­ter Club Flens­burg CVO-Buch­hand­lung Wolf­gang Ull­rich