Eine Zun­gen­gym­nas­tik für die Gen­der­de­bat­te und ande­res

Yoko Tawa­da

15. Novem­ber, 18 Uhr

© Julia Bai­er

Yoko Tawa­da ist Exper­tin für Mischun­gen und löst immer gemisch­te Gefüh­le aus. Eine Lesung von ihr ist immer mehr als eine Lesung – eine Erfah­rung!

In ihrem Essay­band von 2023 „Eine Zun­gen­gym­nas­tik für die Gen­der­de­bat­te“ macht Yoko Tawa­da über­ra­schen­de und genaue Beob­ach­tun­gen und fin­det neue Sicht­wei­sen rund um die The­men „Geschlecht“, „Gen­der“, „Jen­seits von Geschlecht“. Yoko Tawa­da betrach­tet Spra­che und Wör­ter, den All­tag, auch Auto­bio­gra­fi­sches, lite­ra­ri­sche Wer­ke, die Kör­per (doch was ist der Kör­per, was die See­le?) und His­to­ri­sches aus ver­schie­de­nen Kul­tu­ren.

Ihre Per­spek­ti­ve ist die einer „poe­ti­schen Eth­no­lo­gin“. Nichts bleibt die­sem Blick selbst­ver­ständ­lich. Kei­ne Per­spek­ti­ve gerinnt zu Mei­nung, kein Gedan­ke wird fest, alle Fra­gen blei­ben in Bewe­gung. Und so liest sie auch aus wei­te­ren eige­nen
Tex­ten.

Yoko Tawa­da hat sich immer wie­der mit Ver­wand­lun­gen beschäf­tigt, mit Zwi­schen­we­sen,
Zwi­schen­zu­stän­den jen­seits von Geschlecht. Ihr Buch wirft erfri­schen­de, erwei­tern­de Lich­ter auf die teils pole­misch geführ­te Gen­der-Debat­te und auf vie­les aus dem Leben mehr.

„Statt sich unpro­duk­tiv (oft auch heuch­le­risch) auf­zu­re­gen, wun­dert sie sich. Und
kommt auf selt­sa­me und schö­ne Gedan­ken, die den Kopf frei machen.“
(Ralf Stif­tel, West­fä­li­sche Zei­tung)

Über

Yoko Tawa­das Tex­te lie­ben wir seit der ers­ten Lek­tü­re. 2001 haben wir OPIUM FÜR OVID in einer lan­gen Nacht gele­sen und 2013 mit ihr zusam­men MEIN KLEINER ZEH WAR EIN WORT ent­wi­ckelt. Wir neh­men ihre Tex­te immer wie­der gern „in den Mund“ und hören ihr gern bei Lesun­gen zu. Das wol­len wir allen ermög­li­chen. Yoko Tawa­da wur­de 1960 in Tokio (Japan) gebo­ren. 1982 -
2006 leb­te sie in Ham­burg, seit 2006 in Ber­lin. Stu­di­um der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft in Tokyo, Ham­burg und Zürich. Pro­mo­ti­on. Yoko Tawa­da schreibt auf Deutsch und auf Japa­nisch. Ihre Bücher sind in mehr als 30 Spra­chen über­setzt. Sie hat vie­le wich­ti­ge Lite­ra­tur­prei­se erhal­ten, zuletzt den Nel­ly-Sachs-Preis 2025.

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