Payal Kapadia
FR / IND 2024 Dokumentarfilm 96’
OmeU (Hindi, Bengali mit engl. Untertiteln)
In Kooperation mit film:korte und Studierenden der EUF und HS
26.03. , 19 Uhr
Am Film and Television Institute of India wird eine Box mit Briefen gefunden, die Zeugnis ablegen von der Unmöglichkeit einer kastenübergreifenden Liebe und den Protesten der Studierenden gegen die hindu-nationalistische BJP. Wie im Traum erscheinen die 16-mm-Bilder in Schwarz-Weiß zu den vorgelesenen Briefen. Ausgelassenen Tanzszenen folgen Bilder von Streiks und Protesten, denen mit wachsender Gewalt begegnet wird. Die Freiheit der Studierenden prallt auf die Diskriminierung von Frauen, Muslim*innen, Dalit und kritischen Journalist*innen.

Tanzen, Lieben, Demonstrieren und Diskutieren als Möglichkeiten des Protests durchziehen Payal Kapadias Debüt-Film und erhellen die von Traurigkeit durchtränkten Bilder. Fragen danach, was und wie erinnert wird und welche Rolle Hochschulen in Zeiten steigender gesellschaftlicher Spaltung und zunehmender Vereinfachung haben, weisen weit über Indien hinaus.
Dieser Film wird im Rahmen von gesprächs:bedarf, einer wiederkehrenden Reihe von filmkorte e.V., gemeinsam mit Studierenden aus Flensburg gezeigt. Im Anschluss an den Film wird es ein moderiertes Gespräch geben.
Payal Kapadia (*1986) hat selbst am Film and Television Institute of India (FTII) in Pune studiert. Ihre Kurzfilme liefen auf zahlreichen Filmfestivals, u. a. in Cannes und auf der Berlinale. A Night of Knowing Nothing ist Kapadias erster Langfilm. Er wurde 2021 in Cannes als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.
