Hans Magnus Enzens­ber­ger: Der Unter­gang der Tita­nic

Eine schwimmende Lesung

10./ 11./ 17./ 18./ 21. Juni + 01./ 02. Juli, jeweils 19 Uhr
Ach­tung Wet­ter! ab 16 Uhr am Auf­füh­rungs­tag ist auf der Home­page zu sehen, ob die Ver­an­stal­tung statt­fin­det.

Das Hafen­be­cken ist ja das kol­lek­ti­ve Wohn­zim­mer von uns Flensburger*innen, der Ort zum Tref­fen, Wohl­füh­len, Spa­zie­ren­ge­hen, Fei­ern. Doch der Schein trügt. Das Hoch­was­ser im Okto­ber 23 hat uns vor Augen geführt, wie nah die Kata­stro­phe ist und was der Kli­ma­wan­del für uns bedeu­ten wird…

Es spre­chen: Eli­sa­beth­Boh­de Tors­ten­Schüt­te
Musik: Hei­no Sell­horn
Tech­nik: Manu­el Mel­zer
Floß­bau: Tobi­as Fischer

Und so bestei­gen wir noch ein­mal unser von der Muse­ums­werft gebau­tes Floß und lesen DER UNTERGANG DER TITANIC von Hans Magnus Enzens­ber­ger. Der Unter­gang des als unsink­bar gel­ten­den Luxus­schiffs auf sei­ner Jung­fern­fahrt ist eine der gro­ßen Meta­phern über Fort­schritt und sein Schei­tern. Es gibt zahl­lo­se Fil­me, Bücher, Aus­stel­lun­gen, Auf­füh­run­gen und Fan­ta­sien dar­über. Dazu gehört die unge­mein viel­schich­ti­ge Kom­po­si­ti­on von Gedich­ten, die Enzens­ber­ger 1978 selbst eine Komö­die nann­te. Der Text beschreibt den tat­säch­li­chen Unter­gang der tat­säch­li­chen Tita­nic, die Klas­sen­ver­hält­nis­se auf einem Damp­fer, die Angst vor und die Lust auf kom­men­de Welt­un­ter­gän­ge, beschreibt alte Bil­der, unter­ge­gan­ge­ne revo­lu­tio­nä­re Hoff­nun­gen und die Unmög­lich­keit einer Wahr­heit. Die­ser Text beglei­tet uns seit der ers­ten Insze­nie­rung 1987 und ist immer wie­der anders aktu­ell. Und so lesen wir DER UNTERGANG DER TITANIC nun auf dem Floß in unsi­che­rer Posi­ti­on auf schwan­ken­dem Boden und doch ganz nah am Ohr der Zuhörer*innen.

Trai­ler

För­de­rung

Geför­dert vom Fonds Dar­stel­len­de Küns­te aus Mit­teln der Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medi­en und vom Kli­ma­pakt Flens­burg.

Papier­schiff­chen Falt­an­lei­tung