Viel wich­ti­ger ist jetzt die Gegen­wart

Marie-Loui­se Mon­rad Møl­ler

01. Novem­ber, 18 Uhr

In Koope­ra­ti­on mit der CVO-Buch­hand­lung

© Lena Fin­ger­le

Eine jun­ge Autorin aus Flens­burg schreibt einen bemer­kens­wer­ten Debüt­ro­man, der auch hier in unse­rem Grenz­land spielt. Da ist es eine Freu­de, sie ein­zu­la­den.

Eine jun­ge Frau kehrt in ihre Hei­mat ins deutsch-däni­sche Grenz­ge­biet zurück. An einen Ort vol­ler Erin­ne­run­gen und zu ihrer Mut­ter, die im Ster­ben liegt. Die Mut­ter, eine evan­ge­li­sche Pas­to­rin, die zum Talar einst High­heels trug und nun ihre eige­ne Beer­di­gung plant, ist wider­sprüch­lich, streng und eigen­sin­nig. Die Ich-Erzäh­le­rin wagt es, sich im Ange­sicht des Abschieds einem kom­pli­zier­ten Ver­hält­nis zu stel­len.

Wie ver­än­dert sich eine Fami­lie, wenn ein Eltern­teil plötz­lich schwer krank ist? Wie trau­ert man um einen Men­schen, den man liebt und mit dem man zugleich hadert? Wie fin­det man Ver­ge­bung, wenn die gemein­sa­me Zeit begrenzt ist? Und was bedeu­tet Hei­mat, wenn man zwi­schen zwei Län­dern und Kul­tu­ren auf­wächst? Marie-Loui­se Mon­rad Møl­ler ver­bin­det Komik und Tra­gik zu einem berüh­ren­den Roman über fami­liä­re Bezie­hun­gen und unaus­ge­spro­che­ne Kon­flik­te, über Trau­er und Erin­ne­rung, über Ver­ge­bung und die wider­sprüch­li­chen Sei­ten der Lie­be.

Über

Marie-Loui­se Mon­rad Møl­ler, 1986 gebo­ren in Oden­se in Däne­mark und deutsch-dänisch auf­ge­wach­sen in der däni­schen Min­der­heit im Nor­den Schles­wig-Hol­steins. Sie stu­dier­te Musik­wis­sen­schaft und Kunst­ge­schich­te an der Uni­ver­si­tät Leip­zig und pro­mo­vier­te über den nor­we­gi­schen Maler J. C. Dahl. Außer­dem stu­dier­te sie kurz­zei­tig Lite­ra­ri­sches Schrei­ben an der Uni­ver­si­tät Hil­des­heim sowie am Schwei­ze­ri­schen Lite­ra­tur­in­sti­tut in Biel/Bienne. „Viel wich­ti­ger ist jetzt die Gegen­wart“ ist ihr Debüt­ro­man. Die Arbeit dar­an wur­de mit einem Sti­pen­di­um der Kul­tur­stif­tung des Lan­des Schles­wig-Hol­stein geför­dert. Bei Erschei­nen wähl­te der NDR das Buch zum „Buch des Monats März 2026“.

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