Westliche Höhe

Eine Ent-Deckung

Eine Auseinandersetzung mit Geschichte muss in Deutschland auch weiterhin eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus sein. Und so spielen wir unser 10 Jahre altes Erfolgsstück ein letztes Mal und stellen so einen Zusammenhang zur Kolonialgeschichte her. 

 Flensburg war die Reichshauptstadt in den letzten grotesken Tagen des zweiten Weltkriegs. Hier sammelten sich die letzten Reste der ehemaligen Regierung, hier versteckten sich unter anderen der Ausschwitzkommandant Höss und der Euthanasieprofessor Heyde, der unter dem Namen Sawade bis 1959 als Gutachter für Gerichte tätig war.

Das gutbürgerliche Viertel „Westliche Höhe“ war ihr bevorzugter Wohnort. Man kannte sich, deckte sich, verdeckte die Vergangenheit, schwieg. Wie wirkt sich dieses Schweigen aus, wie kontaminiert es spätere Generationen, wie erstickt es Unbeteiligte, wann bricht es auf und mit welcher Gewalt?

Es ist eine Selbstbefragung der Späteren, die unter der Decke dieses Schweigens heranwuchsen. Eben eine Ent-Deckung – im wörtlichen Sinne, denn unter dem Boden liegen die Geschichten, die Schichten der Vergangenheit.



Text: Elisabeth Bohde

Musik: Matthias Kaul

Spiel: Elisabeth Bohde, Torsten Schütte, Maren Seidel

 

21./ 22./ 23./ 28.  Februar, 01./02. März  jeweils 20.00 Uhr

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Westliche Höhe Kritik
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