Spargel in Afrika

Thomas Bammer

Der Vater streicht Topfen auf Toastbrot, mit einem Teelöffel verteilt er dann darauf Marmelade. Die Hand führt das Frühstück zum Mund. Die Hand ist aber die Hand des Sohns. Der Vater eine Puppe – eine Puppe mit den gealterten Gesichtszügen des Sohns, des Schauspielers Thomas Bammer.

 

Der Vater war Gourmet und Diplomat, der der österreichischen Küche treu blieb und eben auch in Afrika Spargel aß, koste es was es wolle.

Thomas Bammer geht der Erinnerung an seinen verstorbenen Vater nach, dem Dickicht an Nähe und Distanz, Schwierigkeiten und Ähnlichkeiten, und er spielt beide, sich und ihn, bewegt sich in diesem Zwischenraum der Identitäten. Wer sind wir, was sind unsere Erinnerungen, verfügen wir über sie oder sie über uns?

 

Präzise und professionell entfaltet diese Aufführung einen Raum der Erinnerung, der sehr persönlichen Erinnerung genau dieses speziellen Sohns an diesen besonderen Vater und ihre spezielle Geschichte. Aber genau darin entsteht Raum für unsere Geschichten mit unseren Vätern und Müttern aber auch unser Vater- oder Mutter-sein.

 



Von und mit:

Corinna Antelmann, Julia Ransmayr, Thomas Bammer

 

21. November, 20 Uhr

Spargel in Afrika (Thomas Bammer)

wurde gefördert von der Stadt Linz und dem Land Österreich.