Rückkehr nach Reims

Nach dem gleichnamigen Roman von Didier Eribon aus dem Französischen von Tobias Haberkorn in einer Bühnenfassung von Gabriele Schelle

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten besucht Eribon das Arbeiterviertel in Reims, wo er seine Kindheit verbracht hat. Im Dialog mit seiner Mutter, inmitten alter Fotos, stellen sich beide dem Prozess der Rückkehr. Aber Rückkehr wohin? Sie ringen mit der Zerrissenheit des Aufbruchs, des Wiederkehrens, des Abschieds, der sozialen Scham und der sozialen Gewalt, um zu erkennen, dass ein Individuum immer mehreren Gruppen – also auch verschiedenen Auffassungen, was normal ist – angehört.

Gesellschaftliche Gruppen scheinen immer mehr auseinanderzudriften. Wo verorten wir uns? Welcher Gemeinschaft gehören wir an? Wem fühlen wir uns zugehörig? Wie reagieren wir auf die scheinbar unlösbaren Konflikte, die an den Bruchstellen aufblühen? „Rückkehr nach Reims“ untersucht die Frage, warum eine traditionell kommunistisch wählende Arbeiterschaft, von der bürgerlichen Linken vergessen und nunmehr ohne Repräsentation, sich dem Front National zuwendet.



Textbearbeitung und Regie: Gabriele Schelle

Video: Tom Waldeck

Es spielen: Esther Barth und Christian Nisslmüller

 

PREMIERE 10. Oktober 

 

11./ 12./ 17./ 18./ 19. 10.

jeweils 20 Uhr

Das FACTORY Theater ist ein Freies Theater aus Kiel, das mit verschiedenen Kulturinstitutionen in der Region zusammenarbeitet. Meist bearbeiten sie literarische Vorlagen.

Sie sind zum ersten Mal in der Theaterwerkstatt Pilkentafel