herr sch spricht

Ein Schauspieler spricht fremde Texte, ist ein Lautsprecher, ein Sprachrohr. Er hat gelernt zusprechen, laut, deutlich, ausdrucksstark. Er eignet sich die fremden Texte an, schmückt sich mit fremden Federn …Aber was passiert, wenn er in eigener Sache spricht, seinen eigenen Text? Über sich selbst spricht? Was hat er zu sagen? Hat er was zu sagen? Erheben wir unsere Stimme oder geben wir sie bei Wahlen ab? Wer spricht in wessen Namen? Wer hat hier überhaupt was zu sagen? Nur die da oben? Wo oben? Und wer ist das Volk? Und die Zuschauer? Haben die auch was zu sagen? Und wenn alle sprechen und keiner zuhört? Ist das dann Demokratie?

Torsten Schütte spricht seit mehr als 30 Jahren und in vielleicht3000 Aufführungen vor, für oder zu Zuschauern. Zeit, diesen Vorgang zu hinterfragen: persönlich, politisch, performativ. Ein Abend quer durch große Texte von Heinrich von Kleist bis Rainald Goetz, mit E-Gitarre und Schubertlied. Eine Aufführung, die wach macht für Zwischentöne und bei der niemand weiß, wer wann spielt und wer echt ist.



Auf der Bühne: Torsten Schütte

Regie: Elisabeth Bohde

Techniker: Manuel Melzer

 

Premiere: Oktober 2016


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Herr SCH spricht Kritik
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