ein kinderstück

Wir traten vor Kindern auf mit dem Gefühl, eben noch nicht

zu wissen, was Kindertheater ist. Aber wir wissen, daß wir das, was wir suchen – ein Kinderstück – nur mit den Kindern finden können. Und so war jeder Auftritt für uns neu, das Stück jedes Mal anders – eben das Kinderstück mit den Kindern an dem Tag. Meistens spielten wir eine gute halbe Stunde – manchmal auch bis zu einer Stunde.

 

… so z. B. konnte es anfangen:

 

Die Kinder sind alles da, tuscheln, lachen, rackeln hin und

her. Da ist auf einmal eine Posaune zu hören – und alles ist

ruhig, guckt gebannt auf einen blauen Vorhang mit gelben Sternen. Doch…nichts passiert! Plötzlich ist hinter dem Vorhang Getuschel und Gerangel. Man versteht nichts. Die dahinter schubsen sich. Will keiner von denen hervorkommen? Oder will jeder als Erster?

Da! Ein Kopf guckt aus dem Vorhang, sieht die Kinder, erschreckt sich und ist im Nu wieder verschwunden.

Eine Stimme hinter dem Vorhang flüstert:

„Questo! Trabehr klu pri so Parin!“

 

Die andere Stimme:

„mhmh!“

 

Die flüsternde Stimme wird ärgerlich:

„Questo! – Trollo, Questo! Pri so Parin:“

 

Questo:

„Oh, Prolli! Necke dik lohe prä scherk.“

 

Jetzt schreit die flüsternde Stimme:

„Queeestooo! ! !“

 

Questo:

„Pssssst! Sab djupfel, Prolli, sab djupfel!“

 

Jetzt geht das Gerangel wieder los. Prolli:

„Sab djupfel! Se nippe klok diwriel. Kler schomboll iw t…



SpielerInnen: Heike Erlenkämper, Torsten Schütte

Musik: Udo Beu

Regie: Elisabeth Bohde

 

Premiere: Mai 1987

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Ein Kinderstück Kritik
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