Alle stücke Alphabetisch (A-K)

A gesture to find

Ein Ausstellungstheater der Theaterwerkstatt

Der Handel mit den Kolonien in Dänisch-Westindien hat Flensburg im 18. Jahrhundert reich gemacht. Dass auf den Plantagen der karibischen „Zuckerinseln“ Millionen von verschleppten Afrikanern unter unmenschlichen Bedingungen als Sklaven ausgebeutet wurden, kümmerte in Europa damals kaum jemanden. – Und heute?...> WEITER

Abiball

Eine Momentaufnahme

Schule – ein Dauerdiskussionsthema, spätestens seit Pisa. Schulformen, Unterrichtsmethoden, Evaluationen, Statistiken, Konzepte werden von verschiedensten Experten, Funktionären, Journalisten diskutiert. Aber wie erleben die Schüler die Schule? Wo kommen sie zu Wort? Und wie ehrlich können sie sein?... > WEITER

allein mit ophelia

In ihrem Solostück „Allein mit Ophelia“ setzt sich Elisabeth Bohde aus eigener Betroffenheit mit der Situation alleinerziehender Mütter auseinander, dem Gefangensein in der eigenen Erziehung und Prägung, dem Druck, eine gute Mutter sein zu wollen, der Nähe und Enge zwischen Mutter und Tochter, der Einsamkeit, dem Widerspruch, Beruf und Mutter sein zu vereinbaren... > WEITER

Am eigenen Leib

Selbst.Ent.Würfe

Angeblich gab es noch keine Generation Frauen, der so viele Möglichkeiten offen standen, so viele Studiengänge, Identitäten, Reisen, Informationen, Berufe, Freiheiten… Was sind die Wünsche, Visionen, Erwartungen junger Frauen?

Was sind also ihre Selbstentwürfe? Und was sind die Erwartungen der anderen an sie? Karrierefrau, Mutter, Geliebte, Freundin? Und möglichst alles gleichzeitig und dabei immer schön und schön entspannt…> WEITER

an der grenze

Eine Farce in fünf Runden mit Tanz und Gesang

Ein Theaterstück über die tote Sprache der Politik, die in unterschiedlichsten Varianten – von der Redeschlacht bis zum Duell – vorgeführt wird, bis sie zerfällt...> WEITER

ausgelesen

Ein Rausschmiss

Wer weiß noch, wann es anfing? Die Diskussion um die Südermarktpassage und die Stadtbücherei? Wie oft wurde es totgesagt und reanimiert? Kaum ein Thema hat in den letzten Jahren die Flensburger Öffentlichkeit so aufgewühlt wie dieses, um kaum ein Thema hat es so viel öffentliche Diskussion gegeben und so viel Hoffen und Bangen um Gelingen und Scheitern... > WEITER

Performance beim Festival Return to Sender im HAU Berlin – Koproduktion mit Boyzie Cekwana

banana republics

Boyzie Cekwana und Nina Støttrup Larsen bespielen mit ihrer Performance und Installation den Theatersaal des HAU1. In

inszenierten Führungen, Gameshows und einer fiktiven Talkshow suchen die Performer Antworten auf die Frage nach einer Wiedergutmachung für das koloniale Vermächtnis...> WEITER

besuch bei Katt und Freda

Katt und Fredda sind Freundinnen, sie leben zusammen, ein Sofa für mich ein Sofa für dich - perfekt eingerichtet. Katt wünscht sich, es könnte doch mal Besuch kommen, aber Fredda liebt ihre liebe Ordnung. Da kommt „einfach so“ Miranda – der Besuch und bringt alles durcheinander, auf eine Weise, die keine der beiden erwartet hätte. Auf einmal sind sie nicht mehr zu zweit sondern zu dritt: eins – zwei - drei - Da muss man eben zusammenrücken…> WEITER

In Kooperation mit dem Theater Triebwerk

bitte betrachten sie mich als einen traum

Kafka lesen

Als Franz Kafka eines Nachmittags seinen Freund Max Brod besucht und beim Weg durch das Wohnzimmer den auf dem Sofa schlafenden Vater weckt, flüstert er, auf Zehenspitzen weitergehend: „Bitte, betrachten Sie mich als einen Traum“…> WEITER

das bett

Eine Unterhaltung

Karl-Heinz und Roswita sind verheiratet. Die gemeinsamen Jahre haben ihre Spuren hinterlassen: Als eines Abends das gewohnte Ritual des Zu-Bett-Gehen durch eine Kleinigkeit aus dem Gleis gerät, beginnt eine jener unseligen, aber wohlbekannten Auseinandersetzungen…> WEITER

das blaue buch

Eine Geschichte von einem Jungen, dessen Buch sich jedes Mal öffnet, wenn die Uhr Mitternacht schlägt. Doch dieses Buch öffnet sich nicht nur, auch die beiden Gestalten Polli und Questo werden lebendig...> WEITER

das Flensburger humankapital

Oder Was ist ein Mensch wert?

Was sind Sie wert? – Eine unmögliche Frage? Was sind Sie sich wert? - Wie soll man das sagen? Was ist Ihnen Ihr Kind, Ihr Partner, Ihre Eltern wert? In Euro? In Engagement? In Liebe? Aber Liebe ist nicht quantifizierbar!... > WEITER

das glück der sterblichkeit

 Glück der Sterblichkeit? Im Mai auf den Friedhof? Wie geht das zusammen? Sterblichkeit... das heißt nicht Sterben, sondern Leben, Leben mit dem Wissen um seine Begrenztheit. Ist ein unendliches Leben überhaupt Leben, gibt es nicht Leben nur, weil es auch Tod gibt? Und ist Glück nicht nur Glück, weil es flüchtig ist? Könnten wir ewig glücklich sein und wäre das nicht

ein Albtraum? Ist das Paradies nicht langweilig und der allumfassende Freizeitpark ein Gefängnis?...> WEITER

Koproduktion mit dem Theater Kormoran

der geist der schlacht

„Der Geist der Schlacht“ vermittelt in ebenso ramatischer wie kompakter Form einerseits die wichtigsten historischen Fakten und zeigt andererseits sehr eindringlich die Sinnlosigkeit und Brutalität des rieges. Chapeau!.“...> WEITER

der untergang

Eine Komödie

Seit dem Mai 1986 hatten wir die Idee, Enzensbergers „Titanic“ zu inszenieren, doch: Wie authentisch vom Ende spielen? Wie nicht die Katastrophe durch die Darstellungen bannen und verharmlosen? Und ist nicht so ein Theaterstück auch nur eine geschicktere Form der Verdrängung, weil wir glauben, wir täten jetzt etwas, wir täten genug? Und halten wir uns als Künstler“, als „Spiegel“ nicht heimlich für in letzter Konsequenz nicht betroffen?...> WEITER

die dritte gorgone

Wer in den Bildschirm blickt erstarrt

Das Internet gilt als die revolutionärste technologische Innovation des Informationszeitalters, ihm werden in superlativischer Weise allerlei gesellschaftliche Veränderungspotentiale zugeschrieben: Kommunikationsstrukturen, Arbeitsprozesse, kulturelle Teilhabe, Demokratisierung - die Dritte Industrielle Revolution birgt eine Menge Heilsversprechen. Doch die Schattenseiten beginnen, sich als Katerstimmung der Berauschung an scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten auszubreiten...

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die hörer

Eine amtliche Intervention

Zwei Mitglieder einer merkwürdigen Behörde, zwei Spezialisten zur Überprüfung akustischer Verhältnisse, Frau Dr. Sauerfurth - Ludenwurg und Mörg, ausführlicher Assistent, betreten unangekündigt den Klassenraum mit einem Wagen voll eigentümlicher Geräte. Sie beginnen mit den verschiedensten Untersuchungen, messen Lautstärken und Leisigkeits-verständnisminimale, schieben Stühle, quietschen mit Kreide, sprechen merkwürdige Texte...> WEITER

Die Kranichmaske, die bei Nacht strahlt

Am Vorabend einer Beerdigung versammeln sich vier Menschen um eine Tote: Ein wahnwitziger NACHBAR, dem alles stinkt, ein ÜBERSETZER, der nicht nur die Grammatik der Schildkröten kennt, der aufgetauchte BRUDER der Toten und ihre eineiige SCHWESTER wagen den Abstieg in ein merk-würdiges Totenritual...> WEITER

die Leidenschaft der möglichkeit

Ein Spiel von der Hoffnung hinter der Verzweiflung

Es geht um die Frage, wie der Glaube an die Hoffnung auf ein „besseres Leben“ Lebensläufe mitbestimmt,

private und politische Entscheidungen beeinflusst, Mut macht, immer wieder etwas anzufangen, überhaupt jeden Morgen trotz aller Katastrophenmeldungen aufzustehen...> WEITER

die menschenfresserin

Eine Oper für Kinder ab 6 - nach dem Bilderbuch von Valerie Dayle & Wolf Erlbruch

Das Bilderbuch „Die Menschenfresserin“ von Valerie Dayre mit Bildern von Wolf Erlbruch ist ein extremes Buch, beginnt

es doch mit dem Satz „Es war eine Frau, die war so böse, dass sie ein Kind fressen wollte.“ Und genau das geschieht dann auch....> WEITER

die mit messer und gabel lesenden

Oskar Pastior? Ja, der breiten Öffentlichkeit ist er kaum bekannt, schade – aber das lässt sich vielleicht ändern....> WEITER

Die schöne stunde

Eine Untersuchung

Was ist schön im Theater? Und was in der Musik? Stille oder Krach? Ordnung oder Chaos? Ist auch Lustiges schön? Oder ist Schönes immer ein wenig traurig? Kann man Schönheit absichtlich erzeugen? Kann scheitern schön sein? Oder scheitert man schon an dem Wunsch schön zu sein? Ist immer das gleiche Schön, oder nur überraschendes? Sind die schönen Künste schön? Muss man sich für Schönes anstrengen? Oder ist nur Leichtigkeit schön? Gibt es überhaupt das Schöne?...> WEITER

die tragödie

„Hinter dieser Mauer liegt ein Land, aus dem niemand zurückkehrt, allein aus dem Grund, weil von

dort keiner mehr zurückkehren möchte.“ Sind wir vor oder hinter dieser Mauer?“ Vor oder hinter dem Tor zum Paradies, zur Hölle, zum Schlaraffenland, zur „Heilen Welt?“?...> WEITER

die verwandlung

Ein Kammer-Spiel

„Die Verwandlung“ von Franz Kafka ist eine der berühmtesten Erzählungen der Literatur des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte des Gregor Samsa, der als Käfer erwacht, ist so einfach wie rätselhaft, so konsequent wie erschreckend. Und für sie gilt jeder der folgenden Sätze: „Der Realismus seiner Bilder übersteigt ständig die Vorstellungskraft.“ (André Gide)...

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fulminant&Töchter

Echt …? Eine Inszenierung

Ob in der Politik, in der Kunst, in den Medien, im Beruflichen oder im Privaten, Authentizität gilt als erstrebenswert und macht glücklich. Doch was macht einen authentischen Menschen aus? Die Echtheit, Wahrhaftigkeit, Natürlichkeit? Oder steht das Authentische für einen klar definierten Stil und wir müssen die Tricks lernen, die uns als glaubwürdige und wahrhaftige Persönlichkeiten darstellen? Und gibt es dahinter den wahren Kern, in dem wir einfach nur wir selbst sind, so wie wir wirklich sind?...> WEITER

COBRA. GIANNI. COBRA in der Pilkentafel

Ein bisschen mehr muss man schon sehen oder: Wie ich mich in einen Schmetterling verwandelte

Zwei männliche Körper und eine glitzernde Zauberkugel üben sich mit Schweiß und Haar an der Unterwanderung der eigenen

Geschlechter-Bilder... > WEITER

Ein Hut, ein Stock, ein Rettungsschirm

Die Verkörperung der Krise

Eigentlich wollten wir etwas ganz anderes machen und dieses Andere war schon geplant. Gleichzeitig bewegt auch uns diese Krise. Als wir in den Tagesthemen dann eine Kundin von Karstadt weinen sahen: „Was sollen wir ohne Karstadt nur machen, Karstadt ist doch der Mittelpunkt unseres Lebens“, da hatten wir das Gefühl, dass die Absurditäten einen Grad erreichen, der uns quasi zwingt, uns dazu zu äußern... > WEITER

ein kinderstück

Die Kinder sind alles da, tuscheln, lachen, rackeln hin und her. Da ist auf einmal eine Posaune zu hören – und alles ist

ruhig, guckt gebannt auf einen blauen Vorhang mit gelben Sternen. Doch…nichts passiert! Plötzlich ist hinter dem  Vorhang Getuschel und Gerangel. Man versteht nichts. Die dahinter schubsen sich. Will keiner von denen hervorkommen? Oder will jeder als Erster?... > WEITER

EIN tag wird kommen...

Eine Plauderei über die Utopien der Ingeborg Bachmann

Eine Plauderei über die Utopien der Ingeborg Bachmann

Das Wort, das Angela Merkel an der Macht hält und ihre Politik bestimmt, ist „alternativlos“. Politik ist bestenfalls

Krisenmanagement, schlimmstenfalls Machterhalt. Und wir haben uns im Bestehenden eingerichtet. Alles scheint ausprobiert, die Innovationen sind technischer und nicht menschlicher Art. „Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zum Kämpfen.“, hieß es vor 50 Jahren. Erinnern wir uns, um vorwärts zu gehen, und wenden uns einer Expertin für Utopien zu - Ingeborg Bachmann... > WEITER

eine partei stellt sich vor

Im legendären November ‚89 entschieden wir uns, alles liegen und stehen zu lassen, um ein Stück zu machen zur „Lage der Nation“. Als freie und politische Theatergruppe wollten wir so frei sein, die Geschichte nicht nur sich selbst zu überlassen. „Grüße von drüben“ sollte das neue Stück heißen. Aber die Ereignisse (Wer sind die Ereignisse?) haben nicht nur uns überrollt. Umso stärker war die Lust, (auch nach unserer Studienreise in die DDR) sich einzumischen – hier bei uns.... > WEITER

emmy 1-2-3

Eine Textcollage von Bärbel Reetz

Die Kieler Literaturwissenschaftlerin und Emmy-Kennerin Bärbel Reetz hat den Titel der großen Emmy-Ball-Hennings-Ausstellung „ich bin so vielfach“, die im Städtischen Museum gezeigt wird, beim Wort genommen und eine Textcollageerarbeitet. Gleich drei Emmys betreten die Bühne und drei Stimmen sprechen Originaltexte.... > WEITER

federleichte bauweise

Musik - Theater

Ein Musiker, ein Schauspieler, ein gemeinsames Material: Papier und Pappe. Papier und Pappe als – Kostüm oder Verpackung –Bühnenbild oder Forschungsgegenstand – Tanzpartner oder Werkzeug.... und immer als Musikinstrument: Ob geschlagen, gestrichen, geblasen - ob geknüllt, gerollt oder geworfen, immer entstehen Klänge, immer entstehen Bilder... > WEITER

fett

Mein BMI ist höher als dein IQ, Bitch!

Spätestens als britische Forscher erklärten, die übergewichtigen Menschen seien schuld am Klimawandel, wurde deutlich, dass erneut eine Form der Hexenjagd stattfindet. Die Zielpersonen sind die sogenannten Fetten. Aber was ist dran an den vielen Studien, den angeblichen Folgekrankheiten, den scheinbar horrenden Mehrkosten, die "die Dicken" mit ihrem ungezügelten Appetit verursachen? Wohin bringt uns der permanente Zwang, dünn zu sein?... > WEITER

glückliche tage

Von Samuel Beckett

Als Samuel Beckett seine Theaterstücke schrieb, waren sie eine radikale Provokation aller bis dahin bekannten Sehgewohnheiten und Theaterkonventionen. Ein Theater, in dem nichts passierte, kein Godot kam – das absurde Theater. Mittlerweile ist Beckett ein Klassiker der Moderne, d.h. wir können erkenne, es ging nicht und Provokation, sondern diese Theaterstücke sind Meisterwerke, in einer Weisevollkommen... > WEITER

Gastspiel von Peer Ripberger

Herakles

Oder die Kunst der Unzulänglichkeit

Er besiegte die Hydra, entführte den Höllenhund aus der Unterwelt und pflückte die goldenen Äpfel der Hesperiden– die zwölf Arbeiten des Herakles machten ihn unsterblich. Er stellte sich unzähligen Herausforderungen und erkämpfte sich einen Platz im Olymp.... > WEITER

Hermaphroditos – Ich bin die Metamorphose, Baby

Eine Geschlechter-Erzählung

Nachdem der junge Hermaphroditos eines Tagesbeschließt, das Heim für Götterkinder zu verlassen, trifft er auf Salmacis, die aus dem Nymphen-Kader der Diana verbannt wurde. Aus Unerfahrenheit weist er ihr Begehren zunächst zurück, doch beim Baden in ihrem See umgarnen sie sich, bis beide zu einer Person verschmelzen. Als ein Mensch ohne eindeutiges Geschlecht müssen sie nun ihren Platz in der Gesellschaft finden... > WEITER

Herr SCH spricht

Ein Schauspieler spricht fremde Texte, ist ein Lautsprecher, ein Sprachrohr. Er hat gelernt zusprechen, laut, deutlich, ausdrucksstark. Er eignet sich die fremden Texte an, schmückt sich mit fremden Federn … > WEITER

In Kooperation mit dem Theater Monteure

hin und weg

Tanz - Theater für Alle

Es handelt von einer der ersten und wichtigsten Erfahrungen, die wir machen: Gerade war sie noch da, gerade war noch alles gut, und auf einmal ist sie weg. Diese plötzliche Abwesenheit zieht den Boden unter den Füßen weg. Später machen wir die Erfahrung: Sie kommt wieder. Wir lernen sprechen und hören: „Gleich komm' ich wieder!“. Ob wir diesen Satz glauben, ob er uns beruhigt, hängt wohl ein Leben lang davon ab, wie es die ersten Male war. Jede Trennung wirft uns auf diesen Moment zurück -auch oder gerade weil wir ihn später nicht mehr erinnern... > WEITER

In Kooperation mit dem Theater Triebwerk

ihr liebt das leben, wir lieben den tod

Kampf der Kulturen?

Zu bestimmten historischen Momenten haben wir uns immer wieder aufgefordert gefühlt, Stellung zu beziehen, mit Theater dicht an die Tagesaktualität heranzugehen und einen anderen, persönlicheren Blick auf das zu werfen, was uns in Fernsehen, Radio, Zeitungen begegnet. So ein Moment war unzweifelhaft der 11.September 2001und seitdem ist es so geblieben. Zur Uraufführung von „Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod“ haben wir einen Spielplan zum Thema „Kampf der Kulturen?“zusammengestellt... > WEITER

irgendwer

Eine Bewegung

Es möchte ja niemand irgendwer sein, sondern jeder jemand. Deshalb haben die 12 „Irgendwers“ eine persönliche Choreographie entwickelt, einen festgelegten Bewegungsablauf, der ganz persönlich ihrer ist. Und aus vielen Wiederholungen ist daraus in 9 Monaten ein Theaterstück entstanden. Dieser Prozess war genauso lustvoll wie schmerzvoll, denn es kann schon schwer sein, sich zu entscheiden: manchmal gefällt einem das Eigene nicht, oder man weiß nicht, was das Eigene ist, oder es hat auf andere eine ganz andere Wirkung als gedacht…> WEITER

ist ja nur pappe

Ein Musik -Theater

Das älteste und zugleich das jüngste Stück im Repertoire, denn es ist immer anders. Es ist das Reisestück, denn es geht in (fast) jedem Raum, das Material gibt es überall. Aber immer sind es ein Musiker, ein Schauspieler und ein gemeinsames Material: Papier und Pappe, als Kostüm oder Verpackung, als Bühnenbild oder Forschungsgegenstand, als Tanzpartner oder Werkzeug. Und immer als Musikinstrument: ob geschlagen, gestrichen, geblasen, ob geknüllt, gerollt oder geworfen, immer entstehen Klänge, immer entstehen Bilder… > WEITER

jacke wie hose

Wer kennt das nicht? Da steht man vor dem Schrank und will was anziehen, aber nichts scheint richtig zu sein, nichts passt. Oder man hat einen Heimtrainer, um abzunehmen und einen Sessel, um es sich gemütlich zumachen. Aber beides bringt keinen Spaß. Vielleicht fehlt die richtige Musik. Die Welt liegt vor einem voller Angebote, aber sie sind alle falsch. Was bleibt? Es sich passend zu machen oder sich anzupassen. Jacke wie Hose handelt von diesem Zustand…> WEITER

kalli kippt

Eine Sonate für Stühle

Kalli sieht stabil aus, aber das täuscht. Er weiß nie, wo er eigentlich hin gehört, möchte immer dabei sein und weiß doch nicht wie. Ganz im Gegensatz zu Antonia, die ruhig dasteht, würdevoll und schön, und dann doch ganz unverhofft in die Schräglage gerät. Aber eigentlich lag das alles nur an dem Herrn. Ohne den wäre Kalli auch nicht gekippt. Ohne diesen Herrn wäre alles anders gewesen. Aber wie – anders ? Am besten noch mal anfangen – von vorne – ohne den Herrn. Aber nun klappt gar nichts mehr und alles wird ganz anders.... > WEITER

keinem bleibt seine Gestalt

Eine Leseweise des Romans „Die letzte Welt“ von Christoph Ransmayr

Christoph Ransmayr las die „Metamorphosen“ des Ovid: Sieverwandelten sich in „Die letzte Welt“. Torsten Schütte liest „Die letzte Welt“: Beim Aussprechen verwandeln sich die Worte, es entsteht der Theaterabend „Keinem bleibt seine Gestalt“.... >WEITER

kistenleben

Ein Mann lebt mit zehn Kisten, sie sind seine Familie, sie heißen Willi oder Tante Agathe und zu jeder hat er nicht nur eine besondere Beziehung, sondern spricht mit ihr eine Kistensprache. Die Kisten antworten mit verschiedenen Stimmen: etwas einsaitiger Schubladengeige oder Waldteufel. Und so erleben die Kinder, wie der Mann mit den Kisten was erlebt, einen Tag aus dem Kistenleben eben... >WEITER

kleinere melancholien

Melancholie ist ein Innehalten, ein Nichthandeln, ein Zu- sich-kommen, zu unserer Begrenztheit, Sterblichkeit, Unvollkommenheit. Dazu ist es notwendig, aus dem Getriebe der Welt, den Sachzwängen, der manischen Aktivität auszusteigen und zu riskieren, nicht wieder herein zu finden. Melancholie meint nicht den Wellness-Urlaub, der das Besserweiterarbeiten sichert. Melancholie meint auch nicht Burnout, Erschöpfung, Depression. Melancholie kann Inspiration, Muße, und Anfang eines schöpferischen Prozesses sein – oder eben Innehalten... >WEITER

ein mehrstimmig-solistisches Konzert

Klytaimnestra

Eine Annäherung

Grundlage und Ausgangspunkt des Schauspiels von Elisabeth Bohde ist die „Orestie“ des Aischylos, die einzig vollständig erhaltene Trilogie der griechischen Tragödie. Die „Orestie“ beschreibt die Ereignisse in Mykene nach dem Sieg der Archaier im zehn Jahre dauernden Krieg gegen Troja: Agamemnon, der Heerführer, wird von seiner Frau, Klytaimnestra, nach seiner Heimkehr ermordet. Sie rächt damit die „Opferung“ der gemeinsamen Tochter Iphigenie durch Agamemnons Hand zu Beginn des Krieges. Dieses „Opfer“ sollten den Archaiern guten Wind für die Fahrt in den Krieg gegen Troja bringen... >WEITER

Kolik

„Kolik“ ist Teil der Trilogie „Krieg“, die Goetz 1986schrieb. „Kolik“ ist Krieg im Kopf, ist der Amoklauf eines Einsamen gegen die Welt, das Leben, die Sprache. Rainald Goetzs männlicher Monolog ist ein außergewöhnliches Theaterstück, das nach außergewöhnlichen Aufführungsorten und –bedingungenverlangt. In der Inszenierung von Elisabeth Bohde umkreist der Darsteller die ZuschauerInnen, es gibt keinen geschlossenen Bühnenraum. Nackte Mauern bildenden idealen Hintergrund für dieses Werk... >WEITER