Elisabeth Bohde

* 1957, Flensburg. Elisabeth Bohde ist Buchhändlertochter, was zu einer Genauigkeit und Gründlichkeit im Umgang mit Texten verpflichtet. Sie liest im Zweifelsfalle immer ein Buch mehr über ein Thema. Nach dem Abitur und einer politisch-kämpferischen Jugend überwog die Skepsis der Sprache und der eigenen Eloquenz gegenüber – und sie studierte in Aix–en-Provence (Frankreich) am Institut de Recherche et Formation des Comédien-animateurs theoretisch und praktisch Theater, nahm Tanzunterricht und beschäftigte sich viel mit Körpern.
Sie begann 1979 als Theaterpädagogin in Nürnberg zu arbeiten, interessierte sich erstmal für die „wirklichen Menschen“, entdeckte dann aber die Liebe zur Sprache (wieder) und zur Arbeit mit professionellen Schauspielern. So entstand eine eigene Methode, die der Wirklichkeit und Wirkung der Dinge und Personen auf der Bühne große Bedeutung beimessen, die immer hinterfragt, und die eigenen Bedingungen mitreflektiert. Elisabeth Bohde inszeniert, schreibt, spielt und lehrt spielen, aber sie muss auch, organisieren, konzipieren, nach außen darstellen, um Geld kämpfen und geschäftsführen.
Seit 1981 ist der allergrößte Teil ihres Lebens mit der Theaterwerkstatt Pilkentafel verbunden, daneben ist sie gelegentlich Gastregisseurin anderer Freier Theater (Theater Wrede, Theater 3 Hasen oben) und entwickelte und inszenierte in den 90ern drei Hörspiele gemeinsam mit Matthias Kaul für den NDR.
Außerdem ist Elisabeth Bohde Mutter von Anna *1980, Lotta *1992 und Anton *1996.